August 2008

Archiv 2008

Kerstin Michels – Die Krone ist das Ziel

Anne Simon – Von klein auf im Wingert zuhause

Pokalturnier mit neuen Trikos

Kirchenchor auf Schusters Rappen unterwegs

Aus dem Ortsgemeinderat / Juli 2008


Die Krone als Ziel

TV vom 16.08.2008

An der Nitteler Kirmes soll die neue Saar-Obermosel-Weinkönigin gewählt werden. Eine von insgesamt vier Kandidatinnen ist Kerstin Michels. Der TV hat die 22-Jährige in ihrem Heimatort Ockfen besucht.

Ockfen. Sie lacht gerne und viel und liebt ihre Heimat. Letztere will sie ein Jahr lang repräsentieren und für den Wein, der dort hergestellt wird, werben. Gemeint ist Kerstin Michels, die als eine von vier jungen Damen für das Amt der Saar-Obermosel-Weinkönigin kandidiert. Nachdem sich die 22-Jährige aus Ockfen und ihre "Kolleginnen" am Konzer Heimatfest erstmals einem größeren Publikum vorgestellt haben, wird es an der Nitteler Kirmes am Wochenende "ernst". Eine der Vier soll zur Weinkönigin gewählt werden.

Beim Besuch des TV wenige Tage vor der Wahl wirkt Kerstin Michels erstaunlich gelassen. Lampenfieber habe sie nicht, sagt sie und lächelt charmant. "Ein bisschen aufgeregt bin ich allerdings schon. Vor allem aber bin ich gespannt, was kommt."
Was auf die künftige Saar-Obermosel-Weinkönigin und ihre Prinzessinnen zukommt, sind in erster Linie zahlreiche Termine im gesamten Bundesgebiet. "Auf die Termine und darauf, viele neue Leute kennen zu lernen, freue ich mich am meisten, obwohl das sicherlich ganz schön stressig ist", sagt Michels. Den Stress sehe sie aber positiv, und genau das kommt nicht von ungefähr, denn die gelernte Diplom-Verwaltungswirtin weiß schon von Berufswegen, wie man schwierige Situationen souverän meistert - und zwar ohne das Lächeln zu verlieren.
Kerstin Michels ist eben eine Frohnatur, von der unter anderem die Ockfener Fastnachtsfreunde "Heilei" profitieren. Lange war sie in der Fastnachts-Garde aktiv und wirkt künftig in der Showtanzgruppe des Vereins mit. Vor Publikum zu agieren, ist Michels also schon gewöhnt.
Wie aber kommt eine junge Frau dazu, für das Amt einer Weinkönigin zu kandidieren? Klar, Ockfen ist ein Weinort, und auch Kerstin Michels' Familie betrieb lange Weinbau. Außerdem hat die attraktive 22-Jährige eine tolle Ausstrahlung und ist wortgewandt. Die Voraussetzungen für den Königinnen-Job sind also vorhanden. "Den Entschluss, mich zur Wahl zu stellen, habe ich gemeinsam mit Anne gefasst", sagt Michels und meint ihre auch aus Ockfen stammende Freundin Anne Simon, die ebenfalls kandidiert.
Und wie hat das Umfeld auf den Entschluss reagiert? "Meine Familie war überrascht, dass ich mir das zutraue. Sie steht aber voll hinter mir."
Wer die Krone der Saar-Obermosel-Weinkönigin tragen darf, wird sich heute Abend bei der Kirmes in Nittel entscheiden. Ohne ihr Ziel aus den Augen zu verlieren, gibt sich Kerstin Michels diplomatisch: "Ich freue mich für jeden, der's wird."

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Von klein auf im Wingert zuhause

TV vom 14.08.2008

Anne Simon aus Ockfen greift zur Krone. Neben drei weiteren Bewerberinnen aus Oberemmel, Kanzem und Ockfen kandidiert die 21-Jährige für das Amt der Saar-Obermosel-Weinkönigin. Am Samstag gegen 20 Uhr wird entschieden sein, ob sie oder eine der übrigen Anwärterinnen das Rennen gemacht hat.

An ihre erste Berührung mit Wein erinnert sich Anne Simon noch ganz genau. "Mein Opa war Kellermeister bei der Staatlichen Weinbaudomäne in Serrig, meine Oma Wingertsfrau. Bis ich sieben Jahre alt war, hatten meine Großeltern noch Weinberge in Ockfen, und da bin ich mit hin." Natürlich noch nicht zur Lese, wie sie betont - die Berührung mit den Trauben hat Anne Simon damals auf ihre Art gesucht: "Ich erinnere mich noch gut, dass ich in der Bütte gestanden habe und die Trauben barfuß zertreten habe." Einige Jahre später dann hat sie den Umgang mit Wein "von der Rebe auf" gelernt. "Ungefähr ab meinem elften Lebensjahr bin ich ein paar Jahre lang in den Herbstferien immer mit zur Weinlese in den ,Bockstein' hier in Ockfen gegangen. Ich fand das schön, mir die Gummistiefel anzuziehen, ein Kopftuch umzubinden und mit dem Eimer und der Schere in der Hand im Wingert zu stehen - zumal viele meiner Freundinnen das auch gemacht haben."


"Wein bedeutet Geselligkeit und Lebensfreude"


Ans Weintrinken habe sie ihr Onkel herangeführt. "Der hat zwar beruflich nichts mit Wein zu tun, kennt sich aber sehr gut aus und hat mir eine Menge über das Erkennen und Genießen beigebracht", erzählt die 21-Jährige.
So sei sie - anders als viele in ihrem Alter - auch zur Weinliebhaberin geworden. "Die meisten meiner Freunde trinken auf Festen Bier. Ich mag das nicht besonders und bevorzuge Wein. Es sieht auch einfach viel stilvoller und edler aus, mit einem Weinglas am Stand zu stehen", findet sie. Auf die Frage, was Wein für sie bedeutet, antwortet die angehende Steuerfach-Angestellte "wie aus der Pistole geschossen": "Geselligkeit und Lebensfreude". Beides Dinge, die in ihrem Leben wichtig sind und die bei der Entscheidung, als Saar-Obermosel-Weinkönigin zu kandidieren, eine Rolle gespielt haben. "Viele haben zu mir gesagt, dieses Amt würde sehr gut zu mir passen, weil ich sehr offen und lebensfroh bin, immer gut gelaunt und sehr gerne neue Leute kennenlerne."
Das "Herumkommen", Erfahrung sammeln und Kennenlernen neuer Menschen mache für sie den größten Reiz an diesem Amt aus. Und wenn es mit der Krone nicht klappen sollte? "Dann wäre ich ja in jedem Fall eine von drei Prinzessinnen. Das ist zum Lernen vielleicht ohnehin erstmal besser."

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Pokalturnier mit neuen Trikots

Reinhard Neises 08.08.2008

Anlässlich des Fußballturniers in Ockfen konnten sich die beiden Seniorenmannschaften der Saar-SG dem heimischen Publikum in neuen Trikots präsentieren. Das neue Qutfit wurde von der Firma Elektro Gerd Benzmüller gesponsert. Aber nur die zweite Mannschaft konnte in ihrem Spiel gegen die Zweite des SV Könen mit den neuen Trikots einen Erfolg verbuchen und gewann 2:1.

Der ersten Mannschaft gelang mit einem 0:0 gegen den SV Ayl nur ein Teilerfolg. Die Zuschauer sahen an den drei Turniertagen

insgesamt 15 spannende Jugend- und Seniorenspiele auf dem Sportplatz in Ockfen.

Bild: Privat

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Kirchenchor auf Schusters Rappen unterwegs

Susanne Klein 09.08.2008

Am 02.08.2008 startete der Kirchenchor Ockfen am frühen Morgen zu seiner jährlichen Vereinsfahrt, die in diesem Jahr eher eine Vereins“wanderung“ war.

19 Wanderwillige und ein Hund trafen sich am Bürgerhaus und gingen auf „Schusters Rappen“ los durch den Geisberg Richtung Krohkreuz. Nach diversen Stärkungen unterwegs in flüssiger und fester Form kamen die Wanderer auf Krohkreuz an. Hier war wie von Zauberhand ein opulenter „2. Frühstücks-Tisch“ gedeckt worden, und alle ließen es sich munden. Und da ja ein Kirchenchor unterwegs war, wurde nach dem Frühstück kräftig gesungen; zum Glück war auch ein Instrumental-Musiker unter den Wanderern, der den „Chor“ mit dem Akkordeon begleitete.

Aber bald ging es weiter zur zweiten Etappe von Krohkreuz über die Geißpifferhütte nach Wiltingen. Eine kleine Stärkung, ein frisch gezapftes Bier oder ein gutes Glas Saarwein verhalfen den Wanderern wieder zu Kräften. Doch halt - was war das? Plötzlich hielt ein Fuhrgespann vor den „Wiltinger Stuben“. Die Überraschung und die Freude waren groß, konnte man so das letzte Teilstück der Vereinswanderung doch noch zu einer Vereinsfahrt umwandeln. Mit schnellem Trab an der Saar entlang brachte das Fuhrgespann die Wanderer wieder nach Ockfen.

Im Vereinslokal „Weinhaus Gasthauer“ klang dieser gelungene Vereinswander-fahrtag aus.

Bild: Günter Kleutsch / Weitere Bilder von der Wanderung

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Aus dem Ortsgemeinderat / Juli 2008


In seiner jüngsten Sitzung befasst sich der Ortsgemeinderat Ockfen unter Vorsitz von Ortsbürgermeister Steinmetz mit folgenden Tagesordnungspunkten:

1. Informationen des Ortsbürgermeisters

Wie bereits aus der Presse zu entnehmen war (Kreisblatt vom 09.07.2008) steht die Umnutzung des ehemaliges Hotels Abtei St. Martin in ein Wohnprojekt der Lebenshilfe Kreisvereinigung Trier-Saarburg bevor. Nach Aussagen der anwesenden Heinz, Hoellen und Gerardy von der Lebenshilfe soll dort eine sogenannte Aussenwohngruppe entstehen. Es bestehen bereits zwei solche Wohngruppen in Saarburg. In diesen Wohngruppen sind leicht behinderte Menschen untergebracht, die größtenteils noch selbst für sich sorgen können und tagsüber zur Arbeit gebracht werden. Es ist vorgesehen, die Abtei St. Martin mit 20-25 Personen zu belegen, wobei ihnen dann ständig zwei Sozialpädagogen zur Seite stehen. Baulicherseits wird an der Abtei nichts verändert. Lediglich das bestehende Keltergebäude soll abgerissen werden, um einen größeren Innenhof zu bekommen, der dann zu einem Kommunikationsraum ausgebaut werden soll.

Für den Umbau des Bürgerhausvorplatzes sind die Entwurfsplanungen fertig und können in der nächsten Sitzung des Ortsgemeinderates eingesehen werden, wobei dann noch Wünsche oder Änderungen mit eingeplant werden können.

Der Landesbetrieb Mobilität (LBM) hat grünes Licht für den Ausbau der Hauptstraße vom Weingut Werner bis zur Dorfmitte (Poort) gegeben. Die vorhandene Teerdecke soll mit einer neue Bitumenschicht überzogen werden. Ortsbürgermeister Steinmetz will noch mit dem LBM verhandeln, um evtl. auch das gepflasterte Teilstück am Friedhof neu zu teeren, da in diesem Bereich bereits erhebliche Setzungen sind und dadurch die Fahrgeräusche immer lauter werden. Die Maßnahme soll im September 2008 ausgeführt werden.

Als nächster Tagesordnungspunkt stand der Bericht des Rechnungs-und Prüfungsausschusses an. Der Vorsitzende dieses Ausschusses, Franz-Josef Minn, trug den Rechenschaftsbericht des Haushaltsjahres 2006 vor. Hiernach wurde dem Vorsitzenden und dem Beigeordneten eine sparsame Haushaltsführung bestätigt. So wurden im Verwaltungshaushalt 19.830 € mehr eingenommen und 6.990 € weniger ausgegeben als im Haushaltsplan veranschlagt war, was zu Gesamteinsparungen in Höhe von 26.820 € führte. Dennoch ergab sich ein Defizit in Höhe von 17.451 €. Der Gesamtschuldenbestand per 31.12.2006 belief sich auf 319.508,14 €, was einer Pro-Kopf-Verschuldung (639 EW mit Hauptwohnsitz) von rund 500 € entspricht.

An Investitionen für das Jahr 2009 wurden folgende Maßnahmen vorgesehen:

- Errichtung einer Skater-Inliner-Rampe

- Erweiterung des Kindergartens in Irsch

- Anlegung von Nordic-Walking-Routen

- Neugestaltung Friedhofsvorplatz (bei der Leichenhalle)

- Umgestaltung Bürgerhausvorplatz

- Fremdenverkehrsmaßnahmen

Die Umsetzung dieser Maßnahmen hängt im wesentlichen von der Gewährung von Fördermitteln ab.

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