September 2009

Archiv 2009

Vertiefung der deutsch-polnischen Freundschaft

Anne Simon neue Saar-Obermosel Weinkönigin


Vertiefung der deutsch-polnischen Freundschaft


Auf Einladung von Pastor Peter Leick und der Kolpingfamilie Saarburg-Beurig besuchte der polnische Kinderchor „TO MY“ in der 1. Septemberwoche die Stadt Saarburg. Der Aufenthalt des Chores fiel in eine besondere Zeit, denn am 1. September 2009 wurde der 70. Gedenktag des Beginns des 2. Weltkrieges begangen. Die große Gastfreundschaft der deutschen Gastfamilien sowie die gemeinsame Zeit mit den deutschen Kindern der Gastfamilien und der Jugendkolpingfamilie haben allen bewusst gemacht, wie wichtig es ist, dass alle Menschen zum Frieden in Europa etwas beitragen und bewegen können. Den Frieden darf man nämlich nicht auf Vorurteile, auf Stereotypen und vor allem nicht auf Egoismus aufbauen. Deswegen zeigte die gegenseitige Begegnung, dass die neue polnische Generation gegen die Deutschen nicht voreingenommen ist, aber die Bitterkeit des 2. Weltkrieges darf niemand vergessen.

Die polnischen Kinder waren sehr begeistert und fasziniert von den Deutschen, der deutschen Kultur, der deutschen Mentalität, dem Land und dem deutschen Essen. Der Besuch beim Saarburger Stadtbürgermeister Jürgen Dixius, die Besichtigung der Saarburg, Kirmes und Konzert in Ayl, die Ausflüge nach Trier, Bernkastel-Kues und Cochem, die Teilnahme am Saarburger Weinfest und der Schwimmbadbesuch waren einige Punkte des Tagesprogramms des polnischen Kinderchores.

Die Jugendlichen aus Polen waren auch in unser Nachbarland Luxemburg gefahren, insbesondere in die Stadt Luxemburg, wo außer der Besichtigung noch ein Besuch im Europäischen Informationszentrum stattfand. Dort hörten sie einen Vortrag über die Europäische Gemeinschaft und ihr Währungssystem. Sie begegneten hier auch der polnischen Botschafterin Barbara Labuda, die sich sehr freute, die polnischen Kinder zu sehen und sich mit ihnen zu unterhalten. Außerdem hatte der Kinderchor die Gelegenheit, sich mit ihrem Gesang zu präsentieren, womit er die Mitarbeiter des Informationszentrums begeisterte.

Es ist vor allem wichtig, die von dem polnischen Kinderchor „TO MY“ gegebene Konzerte und mitgestalteten heiligen Messen in der Pfarreiengemeinschaft Saarburg zu erwähnen. Der Chor freute sich über den guten zahlreichen Besuch. Der Gesang und der Tanz der Kinder brachten viel Freude, Begeisterung und Applaus.

Herzlichen Dank gilt allen Gastfamilien, die den polnischen Kindern Unterkunft gaben, ebenfalls allen Beteiligten aus der Kolpingfamilie, ganz besonders den Frauen in der Küche, sowie allen hilfsbereiten Menschen, die dieses Unternehmen materiell unterstützten. Diese gemeinsame deutsch/polnische Aktion möge ein kleiner Stein im Aufbau der großen Brücke der Freundschaft zwischen den beiden Nachbarnvölker sein.


Bilder: Günter Kleutsch

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Anne Simon neue Saar-Obermosel Weinkönigin

TV vom 07-09-2009

Schöne Wein-Majestäten, Saar-Riesling und ein funkelndes Feuerwerk entlang des Wassers - das sagenhafte Saarweinfest lockte 10 000 Besucher nach Saarburg. Auch am heutigen Montag kann noch in urgemütlichem Ambiente gefeiert werden.

Saarburg. Köstlicher Wein, gemütliche Stimmung und ein sagenhaft uriges Ambiente mit einem bunten Sonntags-Umzug - das sind nur einige Merkmale des Saarburger Saarweinfests, das am Samstag startete und noch bis Montagabend dauert.
"Das Wetter meint es gut mit uns. Das wird ein toller Wein-Zech-Abend." So leitet Armin Appel, Vorsitzender des Vereins der Saarweinfreunde, am Samstag das Fest am Saarufer ein.
Gleich zu Beginn steht ein Höhepunkt auf dem Programm - die Krönung der neuen Saar-Obermosel-Weinkönigin. Eine riesige Menschentraube und etwa 20 Weinköniginnen aus der Region samt Gefolge haben sich dafür versammelt. Doch zuvor gibt es einen emotionalen und tränenreichen Abschied der Noch-Weinkönigin Judith I. Dann geben die bisherigen Majestäten ihre Krönchen ab. Ganz in warmes Pink-Lila gekleidet werden die neuen Wein-Hoheiten gekrönt. Die neue Königin heißt Anne Simon (Ockfen). Ihre Prinzessinnen sind Kerstin Michels (Ockfen) und Natalie Scheer (Kastel-Staadt).
Jetzt kann das Fest richtig starten, denn die drei trinkfesten Mädels machen sich auf zu einer Tour über das Weinfest, bei der sie mehr als 150 Sorten des beschwipsenden Traubensafts erwarten.
Und die Besucher tun es ihnen nach. Die kleinen Gassen entlang der Saar sind schnell proppevoll mit weinseligen und gut gelaunten Gästen. An jeder Ecke wird Musik gespielt. Die Combo "Just for Fun" heizt im Hof des Weingutes Mabillon ein. Dort wird geklatscht, getanzt - und natürlich Wein gekostet. Auf der Hauptbühne gibt Gert Bukowski bekannte und Eigenkompositionen zum Besten.
Wer jetzt denkt, das wäre schon alles gewesen, irrt sich gewaltig. Denn am Samstagabend erwartet alle Schaulustigen an der Saar ein funkelndes Spektakel. Etwa 90 Lichter bewegen sich plötzlich auf der Saar entlang. Der Tauchsportklub Saarburg und Freunde aus der französischen Garnison schwimmen mit Fackeln durch die Saar und ziehen ein Boot mit den Vize-Weltmeistern im Sambatrommeln aus Holland hinter sich her. Neben den erwachsenen Tauchern schwimmt auch der fünfjährige Marc mit. Auf die Frage, wie er das geschafft hat, erklärt er im Nachhinein: "Ich hab doch das Seepferdchen." Als die Taucher die Brücke hinter sich lassen, schießt ein Vorhang aus weißen Funken vom Brückenkopf hinunter in die Saar. Dann bricht ein Feuerwerk los, das mit den Schwimmern die Saar entlang wandert und schließlich Tausende bunte und knallende Lichter in den Himmel schießt. Ein tolles und neues Erlebnis für die Besucher, denn bisher gab es so ein Feuerwerk nicht. Vielleicht ein kleiner Ausgleich für den Verlust des Ritterspektakels, das sonst während des Weinfests das andere Saarufer bevölkerte.
Der Höhepunkt am Sonntag ist der bunte Festumzug, der sich mit 30 Wagen und Gruppen durch die Innenstadt schlängelt. Dabei geht es - wie sollte es anders sein - rund um das Thema Wein. Tausende Zuschauer erleben den Zug und verkosten so manches Tröpfchen, vom Saarwein bis zum Viez. Viel Mühe und Herzblut stecken in den liebevoll gestalteten Wagen, die von den Besuchern mit tosendem Applaus quittiert werden.
Die gute Nachricht: Das Weinfest ist noch nicht vorbei. Auch am Montag kann bis in die späten Abendstunden gefeiert werden.

Fazit: Sagenhafte Weine, sagenhafte Gemütlichkeit und ein wunderbar gemischtes Publikum

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