Dezember 2004

Archiv 2004

Seniorennachmittag 2004

Aus der Gemeinderatsitzung am 16.12.2004

Adventskonzert zum einhundertsten Geburtstags


Seniorennachmittag 2004


Am 1. Adventssonntag konnte Ortsbürgermeister Leo Steinmetz die zahlreich erschienenen Seniorinnen und Senioren der Ortsgemeinde im weihnachtlich geschmückten Bürgerhaus begrüßen. Bei Kaffee, Kuchen, Musik und Unterhaltung saß man gemütlich einige Stunden zusammen.

Man war sich einig im kommenden Jahr wieder zu kommen.

Der Ortsbürgermeister dankt an dieser Stelle auch den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern für die Gestaltung dieses Nachmittags.


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Aus der Gemeinderatsitzung am 16.12.2004


In der Sitzung am 16.12.04 befasste sich der Ortsgemeinderat Ockfen mit folgenden Themen:


Ehrungen und Verabschiedungen


Für 30-jährige Ratsmitgliedschaft wurde das Ratsmitglied Franz-Josef Minn geehrt. Er gehört von 1974 bis heute dem Ortsgemeinderat an und war im gleichen Zeitraum auch Mitglied des Rechnungs-u. Prüfungsausschusses. In den Jahren von 1985 bis 1999 war es auch Mitglied des Bauausschusses. Neben seiner kommunalpolitischen Tätigkeit ist Minn seit langen Jahren Schöffe am Gericht, war Vorsitzender des Musikvereins Ockfen und ist seit 1994 Vorsteher der Gehöferschaft Ockfen. Ortsbürgermeister Leo Steinmetz bedankte sich bei Franz-Josef Minn für seine Dienste in der Allgemeinheit und überreichte ihm die Ehrenurkunde des Gemeinde-u. Städtebundes Rheinland-Pfalz und von der Gemeinde ein Präsent.


Ortsbürgermeister Leo Steinmetz wurde für seine 20-jährige Ratsmitgliedschaft geehrt. Er gehört seit 1984 dem Ortsgemeinderat Ockfen an, war von 1990 bis 1994 und von 1999 bis 2004 1. Ortsbeigeordneter. In den Jahren von 1994 bis 2004 war er Fraktionsvorsitzender der CDU.

Seit 1973 ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ockfen und ist Gründungsmitglied des Angelsportvereins im Jahre 1979. Seit 1980 ist er Vorsitzender des Angelsportvereins und seit einigen Jahren Vorsteher der Jagdgenossenschaft Ockfen.

Der 1. Ortsbeigeordnete Benzmüller Gerd bedankte sich bei dem Geehrten für die geleistet Arbeit und überreichte ihm ein Präsent.


Verabschiedet wurde Josef Neises, der dem neuen Gemeinderat nicht mehr angehört. Er war von 1999 bis 2004 2. Ortsbeigeordneter und Mitglied im Bauausschuss der Ortsgemeinde Ockfen als auch der Verbandsgemeinde Saarburg. Weiterhin ist er seit Jahren im Vorstand des Angelsportvereins tätig und hat sich besonders bei Bau der Weiher- u. Freizeitanlage engagiert. Der Vorsitzende überreichte als Dank für die geleistete Arbeit ein Buchpräsent.


Haushaltplan der Ortsgemeinde Ockfen


Der Haushaltsplan für das Jahr 2005 weist im Verwaltungshaushalt Gesamteinnahmen in Höhe von 324.175 € aus. Trotz Ausschöpfung aller Sparpotentiale stiegen die Gesamtausgaben auf einen Betrag in Höhe von 504.555 € an, wodurch ein Fehlbedarf in Höhe von 180.380 € entsteht. In diesem Betrag steckt jedoch noch der Fehlbedarf aus dem Vorjahr in Höhe von 110.010 €, sodass der tatsächliche neue Fehlbedarf sich bei 70.370 € bewegt.

Bürgermeister Schartz wies in seiner Etatrede noch daraufhin, dass die Verbandsgemeindeumlage konstant gehalten werden konnte, wobei jedoch die Kreisumlage um 0,5 % angehoben werden musste. Durch die Umsetzung von Hartz IV werden die Ortsgemeinden bei den Sozialleistungsanteilen entlastet, was bei der Ortsgemeinde Ockfen 5.500 € ausmacht.


Der Vermögenshaushalt weist in der Einnahme und Ausgabe ein Volumen von 54.470 € auf.


Diese resultieren aus:

Planungskosten Umbau Bürgerhausvorplatz

5.000 €



Einmalige Beiträge fürs Bürgerhaus (Straßenausbau)

17.150 €



Einrichtungen des Fremdenverkehrs

3.600 €



Zuschuss Baumaßnahmen am Feuerwehrgerätehaus

1.000 €



Rad-u. Fußwegverbindung Richtung Saar

4.500 €



Tilgung von Krediten

23.220 €



Der Schuldenstand beträgt zum 31.12.2004 = 342.338 €, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 515 € entspricht.


Zuschuss für die Jugendarbeit


Auch in diesem Jahr wurde die Jugendarbeit in den Vereinen wieder bezuschusst.


Es erhalten:

Musikverein

100



Angelsportverein

50



Campingclub

50



Informationen


Der Vorsitzende informierte den Rat darüber, dass ab dem 01.01.05 die Stomversorgung in der Verbandsgemeinde Saarburg von der Firma LichtBlick –die Zukunft der Energie GmbH-

aus Hamburg übernommen wird.


Beim Deutschen Roten Kreuz wurden Mehrfachblutspender geehrt. Hierunter waren auch Bürger der Ortsgemeinde Ockfen


für 25-maliges Blutspenden

Barbara Kleutsch

Gertrud Petrich


für 10-maliges Blutspenden

Susanne Klein

Christoph Kron


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Adventskonzert zum einhundertsten Geburtstag


Mit einem Adventskonzert feierte der „Kirchenchor Cäcilia Ockfen 1904“ seine lange Vereinsgeschichte. Vor zahlreichen Gästen, die vom Vorsitzenden Günter Kleutsch begrüßt wurden, eröffnete der Chor unter Leitung von Jörg Thomas und mit Unterstützung des Kirchenchores St. Marien Beurig das Konzert mit "Wachet auf, ruft uns die Stimme" von Philipp Nicolai. Es folgten "O komm, Imanuel" von Chr. v. Strauch, "Jesus, unser Retter, naht" von Gerad Breas und "Ich will den Namen Gottes loben" von Joh. Seb.Bach.

Das fünfköpfige Ensemble "Alles Blech" ,unter der Leitung von Alexander Brittnacher, trug zur Mitgestaltung des Konzerts bei. Zuerst überzeugte es mit Werken aus dem 17. und 18. Jahrhundert, unter anderem von Purcell, Händel und Telemann, bevor das Publikum später mit einem Potpourri von Weihnachtsliedern unter dem Motto "Der Himmel kommt auf unsere Erde" auf das Weihnachtsfest eingestimmt wurde.

Die Chöre, bei vielen Stücken souverän am Klavier von Sonja Kranich begleitet, setzten das Programm mit zahlreichen geistlichen Stücken fort.

Im Anschluss wurden im Vereinslokal sieben Sängerinnen und Sängern für ihre langjährige aktive Mitarbeit geehrt. Berthold Herber vom Sängerkreis gratulierte Margret Benzmüller, Brunhilde Gasthauer, Helga Werner und Günter Kleutsch für 25 Jahre und Sigrid Bart, Mariette Benzmüller und Irmgard Neisius für 40 Jahre aktives Singen. Der ehemalige Vorsitzende Alfons Hemmen wurde zum Ehrenmitglied ernannt.


Aus der Vereinsgeschichte:


Als vor 100 Jahren, am 02. Oktober 1904, in Ockfen der Grundstein für eine neue Pfarrkirche gelegt wurde, formierte sich aus der Überzeugung heraus, dass ein sakraler Bau wie unsere Pfarrkirche einer würdigen gesanglichen Umrahmung bedarf, mit viel Enthusiasmus – praktisch aus dem Nichts – die erste „Sängergemeinschaft“ zum Kirchenchor. Dies gilt als Geburtsstunde des Kirchenchores Ockfen.

Bereits am 14. Februar 1906 sang der Chor unter der Leitung von Lehrer Mertesdorf, zur Einsegnung der neuen Kirche, seine erste lateinische Messe. Der Kirchenchor wurde zum festen Bestandteil in der Liturgie, aber auch zu einer festen Größe im Dorfgeschehen.


Bereits 1919 erfolgte eine Umstrukturierung in einen gemischten Chor, und mit weiblicher Unterstützung beteiligte sich der Chor nun rege an kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen innerhalb des Ortes aber auch auf Dekanatsebene an den Veranstaltungen des Cäcilienverbandes.(1927 Gastgeber des Cäcilienfestes des Dekanat Saarburg) Es waren halt die goldenen Zwanziger, die aber dann leider von den braunen Dreißigern und Vierzigern abgelöst wurden. Der Zweite Weltkrieg dezimierte den Chor dann allerdings so stark. 1944 – zum letzten Kriegsweihnachten hin – war der Kirchenchor so dezimiert, dass man sich Hilfe bei im Ort stationiert Soldaten holte, die die einmal an der Düsseldorfer Oper gesungen hatten.

Nach dem Krieg dann erweiterte sich allmählich das kulturelle Angebot des Kirchenchores: es wurde nun auch Theater gespielt. Immer am Dreikönigstag lud der Kirchenchor zum Theater und / oder Singstück ein. Die Resonanz war enorm und der Nachholbedarf der Bevölkerung an kulturellen Veranstaltungen wohl auch.

Daneben fanden natürlich weiterhin Chorproben statt, wenn es sein musste, auch privat im Haus des Chorleiters. Diese ganze lange Zeit von 1919 bis 1957 lagen die Geschicke des Chores in den Händen von Chorleiter Nikolaus Wagner.

1958 dann wurde aus dem Kirchenchor ein weltlicher Chor, aber es änderte sich nur der Name und wenn Sie wollen, das Protektorat. Gesanglich lief es weiter wie bisher; der Chor beteiligte sich weiter am Dorfgeschehen – so im Jahre 1975 bei der Mitgestaltung der 1000-Jahr-Feier des Ortes.


In den 70er und 80er Jahren fand ein Umbruch statt: Das Freizeitangebot in Vereinen nahm immer mehr zu, die Mobilität der Bevölkerung ebenfalls, so dass die Attraktivität einer wöchentlichen Chorprobe abnahm. Man erkannte zwar die Zeichen der Zeit und bemühte sich in der Kinder- und Jugendarbeit um Nachwuchs, ein Kinderchor wurde gegründet und verschwand wieder, wurde wiederbelebt und konnte doch nicht am Leben erhalten werden.

Im Jahre 1995 erfolgte die Rückführung zum kirchlichen Chor. Und auch diesmal hat sich in erster Linie der Name geändert, die Aktivitäten des Kirchenchores prägen weiterhin das kirchliche und das weltliche Miteinander im Ort mit.


Fotos: Jens Diercks

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